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Ruhig stehen zu bleiben ist unmöglich

28.12.2017

ie Gelegenheit, sich den über die Festtage angefutterten Speck abzutanzen, gab es am Abend des zweiten Weihnachtstags im Kulturbesen. Dort rockte die Schramberger Kultband "Gams’n’Rosslers" vom Feinsten ab.

Mehr als dreieinhalb Stunden lang gab es knackige Pfeffernüsse in Form von Hits, etwa von Status Quo oder Deep Purple, um die Ohren. Oder erholsame Balladen, wie von Carlos Santanas, wurden von den Gästen genossen. Unvergessen die Hits von Tom Petty, der erst im Oktober diesen Jahres starb. Das Publikum füllte den Kulturbesen fast komplett, die Stimmung war famos. Nur ruhig stehen zu bleiben, das war nicht möglich.

Das Volk wurde von den handgemachten und dynamischen Knallern mitgerissen. Einige schnippten im Takt mit, andere tanzten ausgelassen dazu. Der Altersdurchschnitt der Gäste lag wohl bei um die 45 Jahren.

Seit zwei Jahrzehnten steht das Team auf den Plattformen in der Region. Der grinsende blau-gelbe Bock, das Bandlogo, zierte jetzt überdimensional groß die Besen-Bühne. Davor spielte die Band, allerdings in etwas anderer Besetzung. Vermisst wurde Schlagzeuger Axl Schweiß, alias Frank King. Der habe sich vor einigen Wochen einen kleinen Finger abgehackt und falle deshalb aus. Die Lücke füllte Tom Schernitz auf. Nach nur fünf Proben mit "Gams’n’Rosslers" war die Band wieder einsatzbereit. Eine Bereicherung: Der Gastspieler brachte mit "Wake Me up, when September Ends" von Green Day sogar ein neues Lied mit.

Am Keyboard tobte sich Franz Gams (Franz Bauknecht) aus, der nicht nur an den Tasten beherrschte, sondern auch durch seinen blauen Hut mit gelbem Hutband aus dem Team herausstach. Eddy the Igel (Edgar Reutter), das Schramberger Urgestein, bearbeitete leidenschaftlich die Bassgitarre und begeisterte immer wieder mit seiner Bluesharp und Gesang. Zu "Werner Rosslers" (Werner Müller) Jobs gehören die Gitarrensaiten und der Gesang, wie etwa bei "The bluest Blues". Außerdem moderierte Werner überwiegend die Lieder.

Deep Purpel gibt’s für den Nachhauseweg

A lle vier singen auch. Zu hören gab es nicht nur Songs der 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahre, sondern auch selbst geschriebene Titel. Vor allem aber nur Stücke, auf welche die Jungs selbst mächtig abfahren. Anderes Liedgut kommt den eigenwilligen Bandmitgliedern nicht in die Tüte. Diese Hits kopieren sie nicht, sondern interpretieren sie nach eigenem Kunstverständnis – und das kommt bei den Fans an.

Aus dem Genre Bluesrock stammte etwa "Driving Towards the Daylight" von Joe Banamassa, mit dem sie es krachen ließen. Bei Publikumserfolgen von ZZ Top oder von den Rolling Stones ging die Post ab. Bereits im Classic Rock angesiedelt ist "Show Me the Way" von Peter Franton, bei dem Werner Rossler mit Hilfe eines Schlauchs den Sound kreativ aufpeppte. Gassenhauer wie "Whole Night Now" mussten unbedingt gespielt sein und schlugen ein. Sympathisch: Unter den Gästen waren auch Mitglieder der "Old News", und es war offensichtlich, dass sie das Konzert ihrer Kollegen total genossen. Im Publikum kochte die Stimmung auf. Die Gäste klatschten, tanzten, tobten erst recht zu "Born to be Wild", das 1968 von Steppenwolf geboren wurde. Kultsongs von Jimi Hendrix gehörten zu den Sahnehäubchen des Abends.

Als Zugabe pflanzte das Quartett mit "Smoke on the Water" von Deep Purple noch einen Ohrwurm für den Nachhauseweg ein. Das Resümee der zweitletzten Veranstaltung der Kulturbesen-Saison fiel somit perfekt aus.

Text & Bild: Karin Schmidtke/Schwarzwälder Bote

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